Prof. Dr. Hans-Jürgen
Weißbach Rüdiger Weißbach, M.A.
Fachhochschule Frankfurt am Main Kommunikationswissenschaftler
Nibelungenplatz 1 Riesenweg 19
60318 Frankfurt 22119 Hamburg
Intranets -
ein neues Konzept organisationaler Informationsverarbeitung
CeBit, März 1998
1 EINFÜHRUNG
2 INTRANET
- EINE BEGRIFFSBESTIMMUNG
2.1 Intranet vs. Internet
2.2 Intranet vs. Extranet
3 ENTWICKLUNGSPFADE ZUM
INTRANET
4 TECHNISCHE GRUNDLAGEN
4.1 Netzwerktechnik
4.2 Browsertechnik
4.3 Informationsrepräsentation auf Webservern
4.4 JAVA
4.5 Transaktionsverarbeitung
4.6 Sicherheitsmechanismen
5 EINSATZFORMEN DES INTRANET
5.1 Wer ist potentieller Anwender? Und wer liefert die Inhalte?
5.1.1 Intranet / Extranet in der Kundenkommunikation
5.1.2 Intranet und Groupware
5.1.3 Intranets als Kooperations- und Telearbeitsmedium
5.1.4 Wer macht was?
5.2 Organisation von Wissen und Information
5.3 Fallstudien zum Intranet / Extranet
5.3.1 Beispiel Fa. Wolf Garten:
5.3.2 Beispiel Fa. BMW:
5.3.3 Beispiel Fa. Mettler Toledo:
5.3.4 Beispiel Einkaufsorganisation in der Siemens AG:
5.3.5 Beispiel Einkaufsorganisation bei der Fa. Silicon Graphics
Inc:
5.3.6 Beispiel Zeitschriftenredaktion:
5.3.7 Beispiel Finanzdienstleister:
5.3.8 Beispiel Fa. Hitachi:
6 POTENTIALE DES INTRANET
6.1 Die Neuorientierung der organisationalen
Informationsverarbeitung
6.2 Verbreitungsprognosen
6.3 Alter Wein in neuen Schläuchen?
7 LITERATURHINWEISE
1 Einführung
"Das Internet" - in seinen Grundzügen mittlerweile drei
Jahrzehnte alt - stellt seit Mitte der 90er Jahre auch über den engen Kreis der
Informatiker hinaus einen Focus der Diskussion um Informationstechnik und -verarbeitung
dar. Diese Diskussion hat mittlerweile neben der technischen und der sozial- und
wirtschaftswissenschatlichen Fachliteratur längst auch die allgemeine Publikumspresse
erreicht. Während in der Fachliteratur zunächst die Kommunikationsfähigkeit zwischen
verschiedenen, insbesondere UNIX-basierten, Rechnersystemen bzw. lokalen Computernetzen im
Vordergrund stand, rückte die Bedeutung des Internet als "Infrastruktur der
Informationsgesellschaft" zunehmend in das Zentrum der Diskussion.
"Das Internet" steht mittlerweile für neue Formen der
Informationsvermittlung, neue Formen elektronischer Märkte und Kundenanbindung, für
Internationalisierung von Kommunikationsbeziehungen und überhaupt für die Globalisierung
von Märkten. Damit verknüpft das Internet Datenverarbeitung und Kommunikation auf
globaler Ebene und kann als "das" Medium der "globalisierten Welt"
stilisiert werden.
1994 wurde ein neuer Begriff geprägt, der seit ca. 2 Jahren die
Runde in breiteren Rezipientengruppen macht: das Intranet. Hiermit schlägt sozusagen
"das Pendel zurück": Techniken des Internet werden jetzt wieder im
organisationsinternen Kontext verwendet.
Intranet-Projekte sind derzeit en vogue. Dabei kann jedoch noch kaum
von "typischen" Implementierungsprozessen ausgegangen werden. Das Spektrum der
Intranetanwendungen reicht von in JAVA geschriebenen IBM-3270-Hostemulationen über
konventionelle Bürokommunikations- und Groupware-Anwendungen bis hin zu komplexen
Neustrukturierungen betrieblicher Wissensbasen.
Die Diskussion um das Intranet wurde bisher im wesentlichen in den
Kreisen der Akteure, der "Macher", an den wissenschaftlichen Disziplinen vorbei
geführt. Die Dynamik der Entwicklung bringt es mit sich, daß umfassende empirische
Studien nicht existieren und im Moment ihrer Veröffentlichung eigentlich auch wieder
veraltet wären. Aufgrund der Vielfalt der verschiedenen Projekte wären derartige
Untersuchungen auch in definitorischen Problemen gefangen und nur begrenzt
aussagekräftig. Stattdessen müssen wir auf Fallstudien sowie einzelne Befragungen
zurückgreifen.
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2 Intranet - eine
Begriffsbestimmung
2.1 Intranet vs. Internet
Bei dem Terminus Intranet handelt es sich um eine Verballhornung des
Begriffs Internet mit dem Focus auf intraorganisationaler Anwendung. Der Begriff des
Intranet ist allerdings nicht allgemeingültig definiert.
Kleinster gemeinsamer Nenner der terminologischen Varianten ist die
Verwendung von Internet-Techniken, insbesondere eine Vernetzung auf der Basis des
TCP/IP-Protokolls sowie die Nutzung der Browsertechnik, im organisationsinternen Kontext,
also mit eingeschränktem Zugang. Die Burton Group definiert das Intranet als
"Paket aus Verzeichnisdiensten, Sicherheitsmechanismen, Datei-,
Druck- und Web-Diensten, Management- und Messaging-Funktionen sowie zentralen
Zugriffs-Mechanismen. Die Basis des Intranet sind zentral installierte und gespeicherte
Applikationen und Informationen." (PC-NETZE 12/1996:15)
Insofern wäre das Intranet mit einem konventionellen LAN in
Verbindung mit einigen netzweiten Applikationen zu vergleichen. Betrachtet man das
Intranet als lediglich organisationsinterne Nutzung einer allgemein verfügbaren Technik,
so stellt sich die Situation als nicht explizit neu dar: Telefonnebenstellenanlagen (PBX)
oder auch Stromversorgungsnetze sind ebenfalls technische Produkte, die gleichermaßen
außerhalb wie innerhalb von Organisationen genutzt werden. Demnach wäre die Diskussion
um das Intranet eine um "alten Wein in neuen Schläuchen" und lediglich Resultat
einer Marketingstrategie. Demgegenüber postulieren wir, daß das "Intranet"
tatsächlich einen innovativen Charakter aufweist.
2.2 Intranet vs. Extranet
Als spezifizierte Variante tritt das Extranet neben das Intranet.
Unter diesem Begriff wird die Nutzung der Internettechnik im Rahmen eines
organisationsübergreifenden, aber nicht allgemein öffentlichen Netzwerkes verstanden.
"Ein Extranet bezieht externe Handelspartner, Lieferanten und
Kunden in die interne IT-Infrastruktur eines Unternehmens ein. Obwohl der Zugang über das
öffentliche Internet erfolgt, ist der Zugriff auf ein Extranet einer geschlossenen
Benutzergruppe vorbehalten. [...] Zwei Extranet-Typen lassen sich unterscheiden:
Extranets, die ihre Mitglieder mit Informationen versorgen, und transaktionsorientierte
Extranets. Beim transaktionsorientierten Extranet haben die Partner auch die Möglichkeit,
Geschäftsprozesse - zum Beispiel Bestellungen - anzustoßen. Viele Extranets sind eine
Kombination aus beiden Typen." (Information Week 5/1998: 52)
HÖLLER et al (1997:8ff.) differenzieren zwischen Inter-, Intra- und
Extranet hinsichtlich der Merkmale: Adressatenkreis, organisatorische Aspekte, rechtliche
Aspekte, Aufgabe, "Freiheitsräume zur Bildung virtueller Grupen und
Organisationen". Diese Differenzierung bleibt sehr dem Zufälligen verhaftet: Das
Spektrum der potentiellen und tatsächlichen Anwendungen ist dermaßen breit, daß eine
eindeutige Zuordnung kaum getroffen werden kann.
Eine Verbindung zur "Außenwelt" bei gleichzeitiger
Abschottung gegen unberechtigte Zugriffe ist durch die Implementierung sogenannter
firewalls möglich. Hierunter werden gatekeeper-Mechanismen verstanden, die Zugriffe von
der und zur Außenwelt zu definierten Diensten nur bestimmten Netzwerkteilnehmern
ermöglichen. Mit dieser Technik ist es möglich, geschlossene Benutzergruppen zu bilden,
z.B. verschiedene Standorte einer Organisation in einem Intranet über das Internet sicher
untereinander zu verbinden.
Hinsichtlich der Diffusion kann beobachtet werden, daß Extranets
typischerweise die zweite Phase der Intraneteinführung darstellen. Während zunächst
meist organisationsinterne Intranets implementiert werden, stellen Extranets im
Business-to-Business-Bereich eine zweite Stufe dar. Laut Presseberichten arbeiten derzeit
bereits 20% der deutschen Top-1000-Unternehmen an der Extranet-Implementierung, womit
gemeinsam mit den Niederlanden eine europäische Spitzenposition erreicht wäre.
(IT.Services 5/98:57)
Im folgenden werden wir zwischen beiden Begriffen nur dann trennen,
wenn eine solche Differenzierung nötig ist.
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3 Entwicklungspfade zum
Intranet
Die Bedeutung, die Intra- und Extranet heute zukommen, verdankt sich
verschiedenen ökonomischen, organisatorischen und technischen Entwicklungen, die auf
verschiedenen Pfaden von verschiedenen Akteursgruppen vollzogen worden. Folgende
Entwicklungen, ohne deren Gleichzeitigkeit "dem Intranet" nicht die heutige
Bedeutung zugekommen wäre, sollen besonders herausgestellt werden:
1. Die wachsende Verbreitung von TCP/IP als standardisiertem
Netzwerkprotokoll, forciert durch die zunehmende Verbreitung von UNIX und von
Client-/Server-Systemen und durch das Vordringen heterogener Netze im Rahmen von
Downsizing-Strategien.
TCP/IP stellt eine für die verschiedenen Systeme einheitliche,
gemeinsame Protokollbasis dar und löst gleichzeitig propietäre Netzwerkarchitekturen ab
(bzw. erweitert diese), die bis dato Mainframe- und PC-Netzwerke dominierten (IBM SNA,
Siemens TRANSDATA, Novell IPX, Microsoft NetBEUI etc.). Die TCP/IP-Protokolle werden
gleichermaßen lokal wie im WAN [Wide Area Network]-Bereich in verschiedenen pysikalischen
Vernetzungssystemen eingesetzt und stellen die technische Basis für zahlreiche Dienste
dar, die entscheidend für die Durchsetzung des Internets (und damit auch des Intranets)
sind.
2. Der Zwang zur Reduktion der Administrationskosten für PC und
lokale Netzwerke tritt in den letzten Jahren in den Vordergrund. Ende der 80er, Anfang der
90er Jahre waren die Kosten für Hard- und Software in der Betrachtung um downsizing und
Client-Server-Konzepte verabsolutiert worden. PC-Netzwerke auf der Basis leistungsfähiger
PC galten als kosten- und leistungsgünstigere Alternative zu bisherigen Host- oder
UNIX-Mehrplatzsystemen. Demgegenüber wurden die - unter den gesamten Betriebskosten
dominanten - Kosten für die Bedienung, Administration, Betreuung und Schulung in diesen
Ansätzen vernachlässigt. Diese sind in den letzten Jahren - ausgehend von einer Analyse
der Gartner Group - im TCO-Ansatz [TCO: Total Cost of Ownership] in den Vordergrund
gestellt worden. Ihr starkes Anwachsen führte zu einer konzeptionellen Neuorientierung,
in deren Rahmen eine Abkehr vom Konzept des "persönlichen Computers" hin zum
zwar leistungsfähigen, aber hochstandardisierten Endgerät, dem "NC" [Network
Computer] in seiner Extremform, zu beobachten ist. Technisch kann ein solches Netzwerk mit
Routinen unter JAVA bzw. JAVA-Script verwaltet werden. Mit Hilfe von Browsern soll dabei
eine über alle Plattformen einheitliche Oberfläche realisiert werden, was Schulungs- und
Betreuungskosten reduziert.
3. Die schnell zunehmende Verbreitung des Internet-Zugangs in
Organisationen und bei Privatpersonen führt zur Gewöhnung an die neue
Repräsentationsform von Informationen durch Browsertechnik in Verbindung mit HTML als
Dokumenten-Beschreibungssprache und wirkt akzeptanzfördernd.
4. Der Trend zur Flexibilisierung von Organisationen
("virtuelle Firmen", "lernende Organisationen" etc.) erfordert eine
leistungsfähige Organisation des Zugriffs auf organisationsin- und -externes Wissen und
der Verarbeitung dieses Wissens.
Bis in die 80er Jahre konzentrierte man sich auf die Organisation
operativer, standardisierter Daten. Wenig strukturiertes "unscharfes"
Organisationswissen hingegen blieb - von wenigen Ausnahmen abgesehen - in DV-Konzepten
unberücksichtigt.
5. Seit der zweiten Hälfte der 80er Jahre spielen
Groupware-Ansätze eine zunehmende Rolle. Mit dem Versuch, dauerhafte und
ad-hoc-Arbeitsgruppen informationstechnisch zu unterstützen, kommen der
Informationsrepräsentation mittels Hypermedia sowie Kommunikationstechniken wie eMail
oder blackboards wachsende Bedeutung zu.
6. Telearbeit erfährt durch den Trend der Flexibilisierung von
Arbeitsbeziehungen einerseits, durch schnelle WANs und die Reduktion der Endgerätekosten
sowie auch durch die Digitalisierung grafischer Informationen andererseits (z.B.
elektronische Archivierung statt Versand von Papierakten) zunehmende Verbreitung.
7. Als Gegengewicht zu der Marktmacht von Microsoft wurden
Intranetkonzepte als Konkurrenzkonzepte zu konventionellen PC-Netzen propagiert.
Einerseits wurden technische Alternativen zum Standard-PC definiert - wie der NC -,
andererseits wurden auch Versuche unternommen, Marktfelder sprachlich "zu
besetzen" (so die Fa. Novell mit IntranetWare als Versuch, im einstmals beherrschten
Bereich der lokalen Netze gegen das Vordringen von Microsoft NT Boden gut zu machen).
Mittlerweile hat sich die Sogwirkung des Intranets so verstärkt, daß auch Microsoft
versucht, dieses Feld zu besetzen.
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4 Technische Grundlagen
4.1 Netzwerktechnik
Technische Grundforderung an ein Intranet ist die uneingeschränkte
technische Kommunikationsfähigkeit innerhalb einer Organisation, die auch zwischen
verschiedenen Standorten gewährleistet sein muß. Die Standardisierung muß dabei die
Vermittlungs- und die Transport-Layer (Stufen 3 und 4 des ISO-OSI-Refenzmodells) sowie
höhere Kommunikationsprotokolle umfassen und sich weiter im Bereich der Datenformate etc.
fortsetzen. Die grundlegenden physikalischen Schichten sind hingegen irrelevant: Der
Zugang zu einem internen Netzwerk muß unabhängig von der gewählten Ankopplung sein und
sowohl über ein stationäres LAN vor Ort wie über DFÜ-Anbindungen, die entweder über
Daten- oder Telefonleitungen oder aber auch drahtlos (GSM-Handy, Satellitenverbindungen)
sein können, abgewickelt werden können.
TCP/IP als Protokollfamilie auf den ISO-Schichten 3 und 4 erfüllt
eine Vielzahl der Anforderungen und ist auf allen kommerziell relevanten Rechnersystemen
verfügbar. In Zusammenhang mit dem TCP/IP sind verschiedene Dienste für die
Datenkommunikation entwickelt worden (z.B. ftp für den Filetransfer, NFS zur
netzwerkweiten Datenablage), die mittlerweile zu den Standarddiensten des Internet zählen
und damit auch im Intranet eingesetzt werden.
Eine Erweiterung erfährt das ursprünglich nicht für zeitkritische
Anwendungen konzipierte TCP/IP-Protokoll durch voice over IP, also Telefonieren über
Internet. Die bereits mit ISDN diskutierte Vereinheitlichung der Übertragungstechnik
zwischen Daten- und Sprachkommunikation (dort allerdings auf den Protokollebenen 1 bis 3)
wird hier von der anderen Seite her angegangen, nämlich von der Datenkommunikation her.
Praktische Bedeutung erfährt voice over IP durch die Möglichkeit, über Internet eigene
VPNs (Virtual Private Networks) realisieren zu können. Außerdem können durch die
allgemeine Verfügbarkeit von Internetanschlüssen zu Ortstarifen auch Ferngespräche
über das Internet zu Ortstarifen durchgeführt werden.
Analog zum voice over IP können - bei ausreichend hoher
verfügbarer Bandbreite -auch Videokonferenzen über IP abgewickelt werden.
4.2 Browsertechnik
Wesentlich für den Erfolg des Internets in den letzten Jahren war
die Verbreitung des WWW und der damit zusammenhängenden Browseroberflächen wie Netscape
Navigator, Microsoft Internet Explorer oder Mosaic.
Das Browserprinzip zum "Durchwühlen" von Datenbeständen
ist bereits von den xBase-PC-Datenverwaltungssystemen seit Anfang und Mitte der 80er Jahre
allgemein verbreitet. Diesen Werkzeugen fehlte allerdings die Multimedialität und die
vernetzte Organisation der Information, die die Hypermediadokumente auszeichnet.
Charakteristisches Merkmal der Internetbrowser ist der Zugriff über
eine grafische Benutzeroberfläche auf verschiedene Dokumente mittels verschiedener
Zugriffsmethoden, von denen der Zugriff über http auf die "Webseiten" der
populärste ist.
Entsprechend dem Erfolg dieses Konzepts ist die Nutzung von Browsern
- und nicht die von ftp-Diensten, offline-mailern etc. - mittlerweile das repräsentative
Kriterium der Intranetnutzung. Der schnelle Erfolg der Firma Netscape mit ihrem Produkt
Navigator und der "Browserkrieg" zwischen Netscape auf der einen und Microsoft
auf der anderen Seite sind ebenfalls in diesem Kontext zu sehen, wie auch die seit dem
Winter 1997/98 aktuelle Auseinandersetzung um die Produktkopplung von Browsern und
Betriebssystem bei Microsoft Windows95 bzw. Windows98 im Rahmen des US-amerikanischen
Wettbewerbsrechts.
Immer mehr Produkte ermöglichen den Einsatz von Webbrowsern als
Oberfläche. Der Glaube an "das Internet" läßt die technische Vormachtstellung
im Browsermarkt als Basis der Vormachtstellung im zukünftigen Markt für
Informationstechnik überhaupt erscheinen.
4.3 Informationsrepräsentation auf Webservern
Typisch für die Repräsentation von Informationen im Web ist die
Ablage von Dokumenten im HTML-Format (Hypertext Markup Language). HTML ist wie der
Vorgänger SGML (Standard Generalized Markup Language) eine plattformunabhängige
Beschreibungssprache, wobei sie - anders als SGML - Dokumente aller Art, also auch
Multimediadokumente, beschreibt. Ihr wesentliches Merkmal ist die Hypermedia-Struktur.
Informationspräsentation in herkömmlichen Büronetzen vollzog sich
bisher in der Regel über gemeinsame Verzeichnisstrukturen für konventionelle Dokumente
aus Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen etc. Austauschformate waren in der Regel
rudimentär (wie ASCII) oder produktspezifisch, wenngleich gängige Software auch Formate
von Konkurrenzprodukten lesen und in der Regel auch schreiben konnte. Zum Teil ist in
Groupwareprodukte wie Lotus Notes eine eigene Datenbank integriert, womit diesen Produkten
die Möglichkeit gegeben ist, Dokumente nicht nur als "einfache Dateien"
abzulegen, sondern Dokumentstrukturen als komplexe Objekte mit internen Relationen,
Annotationen etc.
Die Hypermediastruktur in Verbindung mit der Nutzung der
Informationen auf Bildschirmen führt zu einer Informationsstrukturierung in zahlreiche
kleine Dokumente, die über Stichworte untereinander verbunden ("verlinkt")
sind. Zusammenhängende größere Dokumente sind in dieser Repräsentationsform untypisch.
Diese Struktur wird durch die Online-Nutzung der Information forciert; längere Dokumente
lassen sich - auch an Großbildschirmen - gegenüber der Papierversion nur erschwert
lesen. Entsprechend stellen sich neue Anforderungen an die didaktische Aufbereitung der
Informationen, aber auch an die individuellen Fähigkeiten der Nutzer, Inhalte zu
verknüpfen. Diese typische Repräsentationsform bedingt eine umfangreiche
Dateiablagestruktur sowie leistungsfähige Suchmaschinen. Sie führt einerseits zu
aktuellen Informationsbasen, in denen ein effizientes "Stöbern" möglich ist,
andererseits wirken umfangreiche Dokumente in solchen Sammlungen eher als
"Fremdkörper".
In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, daß auch Microsoft
zukünftig HTML als Dateiformat in seine "Office"-Büroanwendungen
implementieren wird (CW 3/98:20) und damit zumindest eine partielle Abkehr von den
proprietären Dateiformaten vollziehen wird. Die Verfügbarkeit dieser Formate in den
gängigen Büroanwendungen wird die Akzeptanz von kompletten Browserlösungen weiter
erhöhen.
4.4 JAVA
1990 wurde in den Entwicklungslaboratorien der Fa. Sun Microsystems
ein Projektteam gegründet, das eine völlig plattformunabhängige und wenig
Hardwareanforderungen stellende Programmiersprache entwickeln sollte. Hinter diesem
Projekt stand der Gedanke, daß die Marktbedeutung intelligenter elektronischer
Haushaltsgeräte immens zunehmen wird und für derartige Geräte die bisherigen
Programmiersprachen nicht ausreichend bzw. zu komplex seien. Nachdem dieses
Entwicklungsprojekt zunächst am Markt scheiterte, wurde es 1995 relaunched und die
mittlerweile in JAVA umbenannte Programmiersprache als Sprache für Internet-Applikationen
positioniert.
JAVA war in der Lage, den Nachteil des Fehlens einer interaktiven
Komponente in HTML auszugleichen: Mit einem JAVA-fähigen Browser wird der zur Ausführung
einer bestimmten Applikation benötigte Code (applet) vom Server mitübertragen und lokal
abgearbeitet. Dieser Code ist für alle Plattformen identisch und wird lokal
interpretiert. Damit reduziert sich die lokal erforderliche Software auf Betriebssystem
und Browser; alle weiteren Applikationen - darunter auch konventionelle PC-Funktionen wie
Textverarbeitungs- oder Tabellenkalkulationsbausteine - können zentral geladen werden.
Auch unter Sicherheitsaspekten erscheint die Nutzung von JAVA-Applets sinnvoll: Einerseits
werden zur Laufzeit kontinuierlich Prüfroutinen durchgeführt, andererseits ist ein
Zugriff auf auf lokale Platten nicht möglich, was "sichere
Client/Server-Konzepte" unterstützt.
Eine Submenge von JAVA ist die Makrosprache JavaScript, deren
Befehle direkt in HTML-Seiten eingebettet werden. Beispielsweise lassen sich mittels
JavaScript HTML-Formulare steuern und Eingabeüberprüfungen durchführen.
Zum Erfolg von JAVA trägt die Nähe zu C++ bei, wobei die
Plattformunabhängigkeit durch den Verzicht auf direkte Hardwarezugriffe erreicht wurde.
Gleichzeitig ist durch die Orientierung an C++ ein Potential an Softwareentwicklern
vorhanden, das in kurzer Zeit die neue Sprache nutzen kann.
Die Verbindung eines vergleichsweise modernen Konzepts mit der Nähe
zu bekannten Sprachen sowie die Internet-Welle ließ JAVA in kurzer Zeit einen Bedeutung
als "Modesprache" gewinnen. Das gilt umso mehr, weil in JAVA auch konventionelle
Applikationen realisiert werden können. Zahlreiche Unternehmen aus der IuK-Branche haben
mittlerweile JAVA zur Standardentwicklungssprache bestimmt, darunter IBM, Sun, HP,
Microsoft (etwas halbherzig) und Novell.
Offen ist derzeit noch, wann als JAVA-Applets realisierte
Büroanwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, kleine Datenbanken, Grafik) von
den Kunden als Alternative zu den bisherigen (zu) umfangreichen Office-Paketen wie
Microsoft Office akzeptiert werden. Derzeit sind noch keine Produkte marktgängig, die
tatsächlich von ihrer Verbreitung als Alternative betrachtet werden können.
4.5 Transaktionsverarbeitung
Zweck der Transaktionsverarbeitung ist die Sicherstellung der
Datenkonsistenz während des Bearbeitungsprozesses. Eine Transaktion wird entweder
vollständig vom System abgearbeitet - oder gar nicht. Muß während des
Bearbeitungsprozesses die Bearbeitung abgebrochen werden, so wird wieder auf den
Startzustand dieses Bearbeitungsprozesses zurückgesetzt (Rollback). Entsprechende
Transaktions-mechanismen sind im Mainframe- (IBM CICS oder SNI UTM) sowie im
Datenbankbereich seit Jahrzehnten bekannt.
Einer Nutzung der Internettechniken für unternehmenskritische
operative Aufgaben standen bisher fehlende oder unzureichende Transaktionsmechanismen im
Wege. Insbesondere im Bereich der Finanztransaktionen sowie der Massendaten-verarbeitung
(Bestellung geringwertiger Güter in hoher Stückzahl und Frequenz wie im
Lebensmittelhandel) sind jedoch Transaktionssicherungen Voraussetzung für einen
störungsfreien Systembetrieb. Zur Repräsentation organisationalen Wissens (Koordination
und Kommunikation) sowie zur reinen Recherche sind entsprechende Transaktionsmechanismen
hingegen nicht erforderlich.
Über einen längeren Zeitraum hinweg lag der Schwerpunkt der
Entwicklung von Sicherheitsmechanismen bei Identifizierung und Authentizität, um bspw.
Finanz-transaktionen im Internet sicher abwickeln zu können. Erst in der letzten Zeit
wurden intensivere Entwicklungsarbeiten zur allgemeinen Transaktionssicherung über
entsprechende Transaktionsmonitore durchgeführt.
4.6 Sicherheitsmechanismen
Weniger hinsichtlich der tatsächlich organisationsinternen Nutzung
von Intranets als vielmehr im Hinblick auf die Implementierung von Extranets sind
effiziente Sicherheitsmechanismen zur Identifizierung und Authentifizierung von Partnern
sowie zur Verschlüsselung von Informationen in öffentlichen Netzen erforderlich.
Derzeit laufen zahlreiche Aktivitäten zu diesen Problemen. Im
Rahmen der Internet Engineering Task Force (IETF) sind unter dem Titel IPSec (Internet
Security) Authentifizierungs- und Verschlüsselungsverfahren entwickelt worden. Neben
einem normalen Transportmodus sind dabei auch Verfahren für eine Tunnelung von ganzen
Netzen für den Aufbau von VPNs [Virtual Private Networks] entwickelt worden. (MARTIUS
1998).
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5 Einsatzformen des Intranet
5.1 Wer ist potentieller Anwender? Und wer liefert die Inhalte?
Das Thema Intranet ist hinsichtlich der empirischen Forschungslage
derzeit noch unterbelichtet. Insofern sind wir auf Fallstudien aus der Literatur sowie
Gespräche mit faktischen bzw. potentiellen Anwendern angewiesen.
In der Literatur, aber auch im Rahmen von persönlichen Gesprächen,
die auf der CeBIT 98 geführt wurden, stellt sich die Situation so dar, daß die Technik
selbst offenbar als anwendungsreif angesehen wird; für viele Anwender jedoch stellen sich
die Fragen
* nach der Füllung der Intranets mit Inhalten durch Mitarbeiter,
Kooperationspartner usw.
* nach der effektiven Nutzung von Intranets für Zwecke der
Kundenwerbung und des electronic commerce bzw. im Fall der öffentlichen Verwaltung für
die Kommunikation mit Klienten
* nach der Verknüpfung mit Workflow-Systemen sowie Standards wie
EDI, SAP R/3 usw., sowie im Hinblick auf Erweiterungen dieser Verknüpfungen in Richtung
Extranet, wobei der Kunde durch das Internet (Bestellungen nach Katalog,
Auftragserteilung) organisationsinterne Vorgänge anstoßen soll.
Aktuelle Fallbeispiele zur Cebit 1998 sind häufig mit Blick auf
e-commerce bzw. das Extranet beschrieben worden. Dazu seien im folgenden einige Aussagen
und Fragen von potentiellen Anwendern dokumentiert. Bei einem Teil dieser Aussagen stehen
wir vor dem Problem der Mythenbildung - "dem Intranet" werden Eigenschaften und
Funktionen zugewiesen, die es nach der o.a. Definition nicht haben kann. Dieser
Mythenbildung begegnen wir bei zahlreichen neuen technischen und organisatorischen
Innovationen - die mangelnde Griffigkeit des Begriffs Intranet dürfte sich eher
mythenverstärkend auswirken.
5.1.1 Intranet / Extranet in der Kundenkommunikation
Vertreter der Deutschen Telekom gaben sich auf der CeBIT 98 eher
skeptisch bezüglich der Durchsetzung von Intranets in der Kunden- und
Zulieferkommunikation, da SAP R/3 und EDI schon das "Feld beherrschen".
Unabhängig von der Überschätzung der faktischen Bedeutung von EDI ist an dieser
Argumentation unklar, weshalb gerade die Vertreter der Deutschen Telekom Zugriffs- und
Kommunikationsstandards auf verschiedenen hierarchischen Ebenen miteinander und mit
konkreten Produkten vergleichen.
Nichtsdestoweniger wird derzeit das SAP R/3 System bereits
standardmäßig mit Hilfe der Komponenten "Auftragserfassung mit Produktkatalog"
und "Überprüfung des Autragsstatus" an das Internet / Intranet angebunden.
Hierarchisierte Zugangsberechtigungen sind bereits Bestandteil dieser Lösung. Auch
Triton, ein ebenfalls weitverbreitetes Standardsoftwarepaket der Fa. Baan, bietet derart
definierte Schnittstellen. Bei beiden Produkten ist individuelles Customizing jedoch noch
immer erforderlich. Es ist davon auszugehen, daß entsprechende Verbindungen auch von
anderen Softwarefirmen kurzfristig realisiert werden.
Vor allem kleinere, aber überregional agierende Zulieferfirmen
(u.a. Autozulieferer, Spezialmaschinenbauer) beklagen mittlerweile die engen Schranken
ihrer europaweiten Kommunikation, die durch Medien und Standardtools wie e-mail, X.400
usw. vorgegeben oder noch gar nicht strukturiert sind. Sie sind an Extranet-Anwendungen
mit Browser-Oberflächen interessiert, weil sie darin u.a. Möglichkeiten der
Unterstützung eines integrierten Dokumentenmanagement bei der Abwicklung von
Geschäftsvorfällen (industrieMANAGEMENT 1/98: 29 ff.) und gelegentlich auch der Akquise
von Produktionsaufträgen durch Annoncierung freier Kapazitäten (industrieMANAGEMENT
1/98: 42ff.) sehen. Z.B. sollen Kataloge mit Maschinen- bzw. Variantenbeschreibungen für
Kunden und Zulieferer zugänglich gemacht werden. Von der Automobilindustrie werden
Extranets in starkem Maße propagiert. Hier dient das Extranet als Oberfäche für die
Zulieferindustrie zum Zugriff auf Daten des Abnehmers.
Auch Logistikfirmen sind an Intranet-Anwendungen zwecks Reduzierung
von Leerfahrten interessiert. (Ein ensprechender Versuch mit dem Minitel in Frankreich
schlug vor Jahren fehl, weil wegen der nicht vorhandenen Zugangsbegrenzung vorsätzlich
falsche Daten in das System eingegeben wurden, um Konkurrenten zu schädigen.)
Weitere Zielgruppen, die sich stark für das Extranet interessieren,
sind Verlage (für electronic publishing mit abgestuften Zugriffsmöglichkeiten auf die
Publikationen), Kommunen, Regionen und Regionalverbände (für Zwecke der
Tourismuswerbung, der Buchung von Hotelzimmern und Veranstaltungstickets, zur
Vereinfachung des Formularwesens - z.B. von Bauanträgen) sowie
Weiterbildungseinrichtungen (elektronische Kataloge zum Buchen von Kursangeboten, Tele
Teaching). Auch Gewerkschaften und Technologieberatungsstellen sind derzeit an
Intranetkonzepten interessiert (vgl. das Projekt der FH: Virtuelles Technologiezentrum
Rhein-Main).
Größere Unternehmen versuchen gelegentlich, ihre hausinternen
Netze für die Mitarbeiter interessanter zu machen, indem sie auch externe
Inter-/Intranet-Angebote in ihr Netz einstellen wollen. Kleine Unternehmen z.B. der
Touristikbranche erwarten sich von einer Einbindung ihrer Websites in kommunale oder
regionale Intranets oder in Intranets eines größeren Providers mit themenspezifischem
Angebot, daß ihre Angebote seriöser erscheinen oder leichter auffindbar sind. (Derartige
umbrella-Dienste sind bereits aus der Frühzeit von Btx bekannt.)
5.1.2 Intranet und Groupware
Besondere Synergien werden aus dem Zusammenwachsen von Intranet-/
Extranet-Technologie und CSCW-[Computer Supported Cooperative Work] Anwendungen erwartet.
In der Vergangenheit stand für die Intranets die reine
Bereitstellung von Informationen an erster Stelle. In einem zweiten Schritt wird für
zahlreiche Organisationen die Unterstützung von Kooperation und Koordination innerhalb
von Arbeitsgruppen relevant. Parallel dazu wurde der bisherige Groupwaremarkt durch Inter-
und Intranet und die damit verbundene Web-Technik sowie verschiedene
Datenaustauschprotokolle drastisch verändert. Groupware kann zunehmend
plattformunabhängig innerhalb und insbesondere zwischen verschiedenen Organisationen
eingesetzt werden. Die technische Standardisierung erlaubt, nicht auf bestimmte
IT-Strategien einzelner Kooperationspartner setzen zu müssen und sich damit von diesen
abhängig zu machen.
Herausragender Nutzen für die Teamarbeit wird in threaded
discussions gesehen, die entsprechend dem usenet ablaufen; die Einrichtung eines
Quasi-Usenets ist auch im Intranet möglich. Für WARNECKE et al. wird durch die
Umstellung der Groupwareanwendungen auf die flexible und günstige Internetbasis eine
zunehmende Verbreitung der Groupwaretechnik wahrscheinlich. Außerdem erlaubt die in- und
outhouse einzusetzende Technik eine standortübergreifende Nutzung, wodurch Prozesse
stärker als heute virtualisiert und globalisiert werden. (WARNECKE et al. 1998)
Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich von Intranets wird im
Projektmanagement von virtuellen Unternehmen gesehen
(http://sysedv.cs.tu-berlin.de/Forschung/pwi/ diva-team/divateam.html).
KRALLMANN (TU Berlin) vermutet das zentrale Potential von Intranets
in der "Kombination großer kaufmännischer Anwendungssysteme mit Groupwaresystemen
und speziellen Informationssystemen, etwa in der Produktentwicklung und im Vertrieb. Bei
fortdauernder Nutzung der vorhandenen Applikationen für die Erzeugung von Informationen
besteht jetzt erstmals die Chance, ohne hohe Kosten die Zahl der Nutzer solcher
Informationen und damit die Qualität der unternehmerischen Prozesse erheblich zu
steigern." (Industrie Magazin 14/1(1998):3)
5.1.3 Intranets als Kooperations- und Telearbeitsmedium
Kleine Unternehmen, die in ähnlichen Bereichen arbeiten, aber nicht
direkt konkurrieren (z.B. verschiedene Betriebe des Baunebengewerbes in einer Region)
erhoffen sich Synergieeffekte von Intranets, etwa durch die Gründung von
Werbegemeinschaften. Unklar bleibt hier, inwieweit tatsächlich das Intranet als eine
Kommunikationstechnik Synergieeffekte auslösen kann. Eher realistisch erscheinen
Anwendungssituationen, in denen bereits Kooperationsverhältnisse existieren.
Von den deutschen Anbietern von Workflow-Systemen erklärte derzeit
nur einer, daß er bereits mehrere Intranet-Implementationen in Verbindung mit
Workflow-Systemen verkauft habe; ein anderer erstellt derzeit eine Pilotanwendung für den
eigenen Betrieb. In den Niederlanden scheint nach Herstellerauskünften die
Intranet-Anwendung in Verbindung mit electronic commerce und workflow-Systemen demgenüber
weiter fortgeschritten zu sein als in Deutschland. Hierzulande ist die Standardisierung
der Anwendungsplattformen und der Schnittstellen derzeit nicht so weit fortgeschritten,
daß die Standards tatsächlich verbindlich sind. Zwar sind Produkte wie SAP oder Triton
in zahlreichen Organisationen verbreitet, jedoch nicht "verbindlich". Auch
eigentlich standardisierte Schnittstellen wie EDIFACT-Subsets sind nicht so verbreitet.
Als grundsätzlich besonders attraktive Einsatzbereich von Intranets
schälen sich besonders die hochinteraktiven Anwendungen heraus. So will eine ABB-Tochter
das Intranet für die Weiterbildung von Mitarbeitern und Telearbeitern nutzen, wobei die
Inhalte der Weiterbildung aus dem Bereich der Netzwerkkommunikation entnommen werden.
Dabei wird eine Strukturähnlichkeit der Benutzeroberfläche als hilfreich angenommen.
Andere Unternehmen wollen das Dokumentenmanagement von Qualitätshandbüchern im Intranet
organisieren und die Lenkung und Verteilung der Qualitätsdokumente über
Zugangsberechtigungen steuern.
5.1.4 Wer macht was?
Im Zusammenhang mit der Implementierung von Intranets stellt sich
die Frage nach den Kooperations- und "Machtverhältnissen" zwischen Anwender-
und Org-/DV-Abteilungen weitgehend neu und noch einmal spezifisch anders als in Folge der
PC-Revolution.
Das konsequent zuende gedachte Modell des Intranet mit Network
Comuters als Clients führt zu einer eindeutigen Zentralisierung der technischen
Dienstleistungen und damit der technischen Verantwortung. Die heute übliche Praxis, daß
Anwender "ihre" PCs konfigurieren und eigene Software installieren, wäre damit
obsolet. Solche Entwicklungen werden aus Organisationssicht oftmals begrüßt, da
DV-Kosten transparenter werden und sehr wahrscheinlich auch reduziert werden.
Das Konzept von Browseroberfläche mit JAVA-Applets ermöglicht
jedoch besser als herkömmliche IuK-Architekturen die Abtrennung von Systemdiensten und
Anwendungen. Insofern bietet das Intranet ein breites Potential für organisatorisch
dezentrale Lösungen. In typischen Intranet-Umfeldern existieren Blackboards und andere
Möglichkeiten des gemeinsamen Bearbeitens von Dokumenten, also Groupwarekomponenten.
Während die Systementwicklung also vermutlich - mit Ausnahme
weniger Konfigurationsaufgaben - in der Hand zentraler Organisations- und
DV-Entwicklungsabteilungen bleiben wird, ist eine dezentralisierte Eingabe von
Informationen möglich und häufig auch erklärtes Ziel von Intranet-Projekten.
Synergieeffekte durch die Aufbereitung vorhandener Informationen aus konventionellen (und
oftmals bereits mit Computern erstellten) Medien für Intra- u.v.a. Extranet sind zu
erwarten (MITTENDORFER 1997:96).
Als problematisch kann sich allerdings die Multimedialität der
Gestaltungsmöglichkeiten erweisen. Sie ermöglicht zwar eine bessere Ergonomie der
Oberflächengestaltung, erfordert jedoch auch spezifische Qualifikationen für eine
mediengerechte Gestaltung, um dieses Potential zu nutzen (vgl. MITTENDORFER 1997).
Inwieweit hierdurch Professionalisierungstendenzen ("Screendesigner",
Multimedia- bzw. Webdesigner) unterstützt werden, kann bezweifelt werden. Für den
organisationsinternen Bereich können Parallelen zur Nutzung von DTP (Desktop Publishing)
angenommen werden: Während man die externe Darstellung häufig durch Professionals
(Werbeagenturen etc.) durchführen läßt, lassen sich mit vergleichsweise geringen
professionellen Kenntnissen für den internen Gebrauch gut akzeptable Dokumente gestalten.
Die Tatsache, daß Privatpersonen sich heute bei ihrem Internet-Provider eine eigene
Homepage erstellen können, zeigt, daß die entsprechende Fähigkeit bereits vorhanden ist
bzw. leicht erlernt werden kann.
Denkbar ist so das Nebeneinander von individueller Einspeicherung in
ein Intranet und professionell unterstützter Einspeicherung durch Mediendesigner und
Stabsstellen für Unternehmenskommunikation, wobei letzterer Trend eher in großen
Organisationen zu vermuten sein wird.
5.2 Organisation von Wissen und Information
Ein "klassisches" Feld des Intraneteinsatzes ist die
Organisation von Wissen und Information. Dabei ist zu differenzieren zwischen
* Informationen, die zur direkten oder indirekten Steuerung von
Prozessen, Verhalten etc. dienen und als solche eine enge funktionale Bestimmung und eine
hohe "Singularität" aufweisen sowie rasch veralten, und
* Wissen, das aus kumulierten und teilweise generalisierten
Informationen bzw. Erfahrungen entsteht und kurzfristig eher ein statischer, hingegen in
langfristiger Betrachtung ein dynamischer Faktor ist.
Doch können auch Komponenten von Wissen durch längerfristige
Entwicklungen "entwertet" werden. Information hingegen hat prozessualen,
transitiven Charakter und "entsteht" im Kommunikationsprozeß zwischen
verschiedenen Akteuren imer wieder neu.
Technische Probleme in Hinblick auf die Organisation von Information
können durch die Verfügbarkeit von Datenbanken, Mailkomponenten, Blackboards heute etc.
als weitgehend gelöst betrachtet weden. Das grundlegende organisatorische Problem besteht
aber darin, zu antizipieren, welche Informationen für wen wann relevant sind. In Adaption
der LASSWELLschen Formel who says what to whom in which channel with what effect wäre zu
hinterfragen, wer welche Information wo mit welchen Intentionen für wen hinterlegt bzw.
an wen sendet, um das Recht zur Dateneinstellung ins Netz abgestuft realisieren zu
können. Andererseits muß geklärt werdem, welche Information wann von wem benötigt
wird, um Zugfriffsrechte zu klären. Das Nebeneinander von push und pull ist ein zentrales
Problem der Organisation der Kommunikation. Die betriebswirtschaftliche Forschung hat in
den 80er Jahren zwar versucht, Informationswertanalysen zu definieren; doch sind auch
diese für die zu untersuchenden Probleme kaum ausreichend.
Kritisch für das Informationsmanagement von Organisationen ist
ferner die Bewältigung des Faktors Zeit. Information muß im Moment des - bewußten oder
unbewußten - Bedarfs zur Verfügung stehen. Die Adressierung von Information bildet ein
weiteres zentrales Problem: Einerseits muß sichergestellt sein, daß alle relevanten
Organisationsmitglieder direkten Zugriff auf eine Information haben, bzw. sie direkt
angesprochen werden; andererseits ist zu berücksichtigen, daß ein Überangebot an bzw.
eine Überflutung mit Informationen die Wirkung in ihr Gegenteil verkehren kann.
Der in kurzfristiger Betrachtung eher statische Charakter von Wissen
erlaubt einen etwas "großzügigeren" Umgang mit dem Faktor Zeit. Wissen kann
hinsichtlich der verschiedenen inhaltlichen Aspekte relativ differenziert beschrieben
werden. Über Suchmaschinen und Indices bzw. Thesauren lassen sich - eine effektive
Aufbereitung des Wissens vorausgesetzt - große Datenbestände in kurzer Zeit analysieren.
Eine wichtige Auswirkung der Intranetimplementierung wird also die
Veränderung organisationaler Informationsstrukturen und der Formen des Wissensmanagements
sein (vgl. das Projekt Wissensmanagement - WIPER - der FH). Ein zentrales Problem des
Managements von Wissen und Information besteht darin, daß die Verfügbarkeit von Wissen
traditionell die Situation einzelner Organisationsmitglieder oder auch die Situation
ganzer (Berufs-) Gruppen bestimmt; die differenzierte Verfügbarkeit von Information bzw.
der Prozeß des Informierens bzw. Informiert-Werdens hingegen typisch für hierarchisch
abgestufte Rollensysteme ist.
Typischerweise findet man in Organisationen heute noch einen
Informationsfluß von "oben nach unten". Berichterstattung erfolgt mehrstufig an
den jeweiligen Vorgesetzten; Informationen werden wiederum von "oben nach unten"
durchgereicht und gelten als Bringeschuld. Im Inter-/Intranet hingegen werden mittels
Browser Informationen gesucht und müssen geholt werden. Das Holen von Informationen
erfordert den "aktiven Mitarbeiter", der selbst "etwas unternimmt",
selbst tätig wird - also eben denjenigen Typ von Mitarbeiter, der regelmäßig als der
"moderne Mitarbeiter" gefordert wird. Andererseits ist der Aufwand, in einer
unstrukturierten "Informationswelt" Informationen zu beschaffen, vergleichsweise
hoch. Insofern arbeiten derzeit zahlreiche Projekte an der Implementierung von
push-Technologien, in denen bestimmte Informationen zielgerichtet an Rezipienten
weitergegeben werden. Vorstellbar ist die Einrichtung von Informationsbrokern, die -
personifiziert oder maschinisiert - als Verteiler auch innerbetrieblich Informationen
selektieren und versenden.
Relativ weit vorangeschritten und verbreitet sind strukturierte
Systeme zur Wissensaufbereitung in Helpdesk-Systemen. Dort steht spezialisiertes Wissen
den Mitarbeitern zur Problemklärung zur Verfügung; gleichzeitig kann durch eine
Dokumentation aktueller Problemfälle die fallspezifische Problemlösung in das System
eingegeben werden.
Die Firma Andersen Consulting unterhält seit 1990 eine interne
Datenbank zur Wissensorganisation der Mitarbeiter, zu der alle Mitarbeiter Zugriff
besitzen. Alle Mitarbeiter der Organisation sind angehalten, diese Datenbank zu nutzen und
zu pflegen. In einigen Organisationen wird die "Fütterung" der Wissensdatenbank
durch einen Mitarbeiter als Teilmaßstab seiner Personalbewertung genommen.
5.3 Fallstudien zum Intranet / Extranet
5.3.1 Beispiel Fa. Wolf Garten:
Der Hersteller von Geräten für den Gartenbedarf nutzt das Extranet
für die Kommunikation mit Vertriebspartnern. Über das Netz werdem Produktkataloge zur
Verfügung gestellt, Bestellungen können online erfolgen, der Auftragsstatus kann im Netz
verfolgt werden, vor einer Bestellung kann der Lagerbestand eingesehen werden, um die
Lieferfähigkeit zu prüfen. Als Nutzen werden die Beschleunigung der Vorgänge sowie die
Einsparung von Druck- und Portokosten gesehen. Das Web wird hier als Medium mit
pull-Technologie (Holschuld) gesehen. "Für Unternehmen, die Extranets einrichten
wollen, besteht die größte interne Herausforderung darin, die eigene Warenwirtschaft
Web-fähig zu machen. In der Regel muß eine individuelle Lösung programmiert werden.
Wolf Garten hat dies mit der Einbindung einer Oracle-Datenbank gelöst". (Information
Week 5/1998: 52) Bei Wolf sind ca. 6000 europäische Händler an das Netz angeschlossen.
Innovativ an der Architektur der Fa. Wolf ist die Kombination eines
operativen Systems mit der dahinter stehenden Wissensorganisation: Bei nicht lieferbaren
Teilen werden funktionelle Alternativen vorgeschlagen; ebenso wird über etwaiges Zubehör
informiert. Eine Know-How-Datenbank dient den Händlern als Informationsquelle zum Thema
"Garten". Damit verändert die Dienstleistung der Fa. Wolf ihren Charakter: das
Unternehmen wird vom Produkterzeuger und Gerätelieferanten zum Problemlöser mit
umfassendem Lösungsanspruch. Ein Mitarbeiter der Fa. Wolf dazu: "'Wir wollen, daß
unsere Händler bei allen fachlichen Fragen zuallererst das Wolf-Extranet zu Rate
ziehen'". (Information Week 5/1998:56) Außerdem wird den Händlern über Chat-Foren
die Möglichkeit gegeben, sich untereinander auszutauschen. Damit erzeugt die Fa. Wolf ein
"kommunikatives Universum", das attraktiv wirkt und Aufmerksamkeit auf sich
zieht. Das technische Netzwerk wird somit zu einer organisatorischen Netzwerkbildung
herangezogen. Gleichzeitig können sich damit auch die Relationen zwischen Zulieferer und
Händlern ändern. Die zukünftige Entwicklung dieses Modells zu beobachten wird lohnend
sein.
5.3.2 Beispiel Fa. BMW:
BMW baut ebenfalls ein Extranet auf, mit dem es den Händlern
möglich ist, Bestellungen aufzugeben und mit dem später auch Wagen konfiguriert werden
sollen. Einerseits soll über diesen Weg die Realisierungsfähigkeit von Kundenwünschen
hinsichtlich möglicher Ausstattungskombinationen geprüft werden, andererseits sollen
Kapazitäten und Teileverfügbarkeiten geprüft werden können, um über
Lieferfähigkeiten informieren zu können. (Information Week 5/1998:53) Interessant an
diesem Modell ist, daß es grundsätzlich Vorgehensweisen aufgreift, die bereits seit
einigen Jahren möglich sind: BMW hatte ein ähnliches Verfahren der Händleranbindung
bereits unter Btx in den 80er Jahren geplant und partiell realisiert.
Im internen Bereich führt die BMW AG ebenfalls
Intranet-Aktivitäten durch. In Kooperation zwischen BMW und dem Institut für
Wirtschaftsinformatik der Universität des Saarlandes wurde im BMBF-geförderten
Verbundprojekt GiPP - Geschäftsprozeßgestaltung mit integrierten Prozeß- und
Produktmodellen ein Intranet-Informationsagent entwickelt. Ziel dieser Entwicklung ist ein
neues Verhältnis zwischen den Beschäftigten der Organisation und den betrieblichen
Wissenstrukturen. Dieser Informationsagent soll die Holschuld für Informationen durch
eine semiautomatische Verteilung anhand benutzerdefinierter Profile ermöglichen. Die
Mitglieder der Benutzergruppe (hier: Ingenieure) abonnieren Informationen zu Themen, die
sie in einer Web-Oberfläche eingeben können. Findet der Agent passende Informationen, so
wird der Benutzer über mail informiert und kann detailliert recherchieren. Hier werden
zusätzlich Ergebnisse der Forschung zur VKI (Verteilten Künstlichen Intelligenz)
methodisch integriert. (KLABUNDE/ BOROWSKY/ SCHEER 1988)
5.3.3 Beispiel Fa. Mettler Toledo:
Als Alternative zu einer klassischen EDI-Anwendung führte die Firma
Mettler Toledo eine EDI-Anbindung über HTML ein. Geschäftspartner können sich auf einen
Web-Server einloggen, der eine HTML-Oberfläche für die Eingabe der Bestellungen besitzt.
Der Web-Provider konvertiert diese Daten in das EDI-X.12-Format und leitet sie weiter. Im
Gegenzug dazu haben die Geschäftspartner die Möglichkeit, die Preise aktuell im Web
recherchieren zu können und erhalten eine Übersicht über laufende Aufträge.
(Information Week 5/1998:54f.) Diese Anbindung ist zwar mit den Abnehmern, nicht jedoch
mit den Zulieferen von Mettler Toledo möglich, da sich diese dagegen sträuben: Entweder
sind sie als Handwerksbetriebe zu klein und nicht für den elektronischen Datenaustausch
eingerichtet. Andererseits ist Mettler Toledo für große Geschäftspartner zu klein.
(Information Week 5/1998:56)
5.3.4 Beispiel Einkaufsorganisation in der Siemens AG:
Die Einkaufsorganisation der Siemens AG ist auf 490 Abteilungen
verteilt, die als Bereichseinkäufe dezentral organisiert sind. Die aus dem Tagesgeschäft
resultierenden Anforderungen, verbunden mit der relativ starken Eigenverantwortung der
Geschäftsbereiche, führte zum Nebeneinander verschiedener Einkaufslösungen, über die
außerhalb des je eigenen Organisationsbereichs kaum Informationen existierten.
Verschiedene Intranet-Lösungen dienen sowohl der Unterstützung operativer wie
strategischer Einkaufsfunktionen.
Als "Knowledgepool für Siemens Einkaufsabteilungen"
(ZLABINGER:157) sind in einem Siemens-Einkaufs-Web (SEW) einkaufsrelevante Informationen
welt- und konzernweit verfügbar. Eine Intranetlösung wurde aufgrund der geringen
Realisierungskosten und der Universalität gewählt. Das SEW nutzt alle bekannten
Internettechniken wie Suchmaschinen, Diskussionsforen und Datenbanken.
Der Aufbau dieses Systems wurde Anfang 1996 begonnen und nach 3
Monaten den potentiellen Nutzern bekannt gemacht. Das SEW wird gleichermaßen zentral wie
dezentral gespeist: Zentrale Marktübersichten, Kennzahlen, Rahmenverträge und
Rechtsinterpretationen stehen neben Organisationsübersichten, der Ankündigung von
Fortbildungsmöglichkeiten und best practice-Erfahrungsberichten. Zur Pflege des SEW wurde
ein Nutzerforum aufgebaut, an dem Bereichsvertreter beteiligt sind.
Im Zusammenhang mit der Einführung des Intranet wurde in der
Siemens AG auch ein 1970 auf BS2000-Mainframebasis konzipiertes Einkaufsinformationssystem
(EIS) überarbeitet. Dieses System bekommt operative Information aus 180 Vorverfahren wie
SAP. Die Definition der Anforderungen dauerte ca. 1/2 Jahr, deren technische Umsetzung ca.
3/4 Jahr.
Der Einkauf der Siemens AG arbeitet mit
Lieferantenselbstauskünften. Diese wurden bisher von den Lieferanten in konventionellen
Medien erfaßt und nachträglich bei der Siemens AG eingegeben. Im Siemens Procurement
Network (SPN) als einer Extranetanwendung können die Lieferanten nun ihre Angaben selbst
eingeben und vor allem aktualisieren. Dieses System kann in Richtung eines Ausschreibungs-
und Angebotsmoduls erweitert werden. (ZLABINGER)
5.3.5 Beispiel Einkaufsorganisation bei der Fa. Silicon Graphics
Inc:
Durch den Kauf der Fa. Cray Research Inc. 1996 stieß der im Jahr
1981 gegründete Hersteller von Hochleistungsworkstations Silicon Graphics an die Grenzen
der Leistungsfähigkeit des Einkaufs. Schwerpunkt der Konzeption war die Automatisierung
der Einkäufe von Standardartikeln, die bis dahin papiergestützt ablief.
Für den allgemeinen internen Informationsbedarf verfügte die Fa.
Silicon Graphics bereits über ein Internet, in dem Produktinformationen,
Marketinginformationen, interne Stellenausschreibungen, aber auch Kantinenpläne
bereitgestellt werden. Für den Einkauf von Standardartikeln wurde dem Intranet ein
elektronischer Katalog hinterlegt, in dem wiederum Produktbeschreibungen (auch in Form von
Verweisen auf externe Lieferanten-Websites) hinterlegt sind. "Die Mitarbeiter legen
so lange die gewünschten Artikel 'in ihren Einkaufswagen' bis ihre Bestellung
vollständig ist. Bei Abschluß der Bestellung sendet das System die Anforderung zur
Bestätigung automatisch an die zeichnungsbefugte Stelle. Der Zeichnungsmechanismus des
Unternehmens ist verschlüsselt und deshalb als eine Einheit in das System integriert.
Jede Person, die vom Vorgang betroffen ist, bekommt eine E-Mail mit einem Web-Jumper als
Attachment." (ZLABINGER:162)
Diese Lösung führte zu verschiedenen Verbesserungen:
* Bestellungen werden qualitativ verbessert und Bearbeitungszeiten
verkürzt
* bessere Information der Mitarbeiter über Standardartikel und
deren Lieferfähigkeit
* Eigenentwicklung kleinerer Projekte durch die Fachabteilungen
* ROI über 3 Jahre von > 1400%; Amortisationsdauer von 9,5
Wochen bei allerdings schwierig zu bewertenden Einsparungen insbesondere in bezug auf
Zeiteinsparungen der Einkaufsmitarbeiter (ZLABINGER:162f.).
5.3.6 Beispiel Zeitschriftenredaktion:
In der Zeitschriftenredaktion der Zeitschriften Industrie Management
sowie PPS Management wird die Software Impress auf der Basis von Lotus Notes eingesetzt.
Es handelt sich dabei um eine Anwendung, bei der die verschiedenen Standorte auf
Unterstützungsfunktionen (Adreßmodule, Briefschreibung etc.) zugreifen können. (notes
magazin 2/98) Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Intranet-Funktion im
eigentlichen technischen Sinn. Eine Kopplung an Intranettechnik ist allerdings möglich.
Dieser Verheiratung aus Browsertechnik und CSCW-Funktionen wird zukünftig erhebliche
Bedeutung zukommen. Produkte wie Staffware (Workflow) oder Notes (Groupware) weisen
Integrationsmöglichkeiten zu Webbrowsern auf. In der Kombination dieser Techniken liegt
erhebliches Potential für die Abwicklung virtueller Organisationen.
5.3.7 Beispiel Finanzdienstleister:
Der Vertrieb eines regional agierenden Finanzdienstleisters ist in
wesentlichen Teilen an den Filialbetrieb eines Geldinstitutes gekoppelt. Dieses
Geldinstitut hatte eine hochkomplexe und funktionale, aber mit wenig offenen
Schnittstellen ausgestattete IuK-Architektur, die aktuell auf offene Schnittstellen
umgestellt wird. Der Finanzdienstleister wiederum ist Anwender einer Branchensoftware, die
in einem externen Dienstleistungsrechenzentrum läuft. Bisher wird das Geldinstitut von
diesem Rechenzentrum aus einmal monatlich über Filetransfer mit wenigen ausgewählten
Daten des Finanzdienstleisters versorgt; ein Online-Zugriff existiert nicht. Reichen diese
Daten in einer Kundenberatung nicht aus, ruft der Vertrieb in der Zentrale des
Finanzdienstleisters an; von dort werden aktuelle Kundeninformationen per Fax oder per
Telefon weitergegeben.
Grundsätzlich ist diese Form der Vertriebsunterstützung für alle
Beteiligten unbefriedigend: Der Finanzdienstleister benötigt ca. 3% seines Personals nur
für die Dienstleistung der Informationsweitergabe, der Kunde erfährt Wartezeiten in der
Beratung, der Vertrieb arbeitet mit zusätzlichen Aufwänden und läuft Gefahr, beim
Kunden einen inkompetenten Eindruck zu hinterlassen.
Durch die Umorientierung des Geldinstitutes an offenen Standards
konnte folgende Lösung geplant werden: Die Kundeninformationen des Finanzdienstleisters
werden statt über eine konventionelle Terminalemulation, deren Lauffähigkeit -
unabhängig vom Lizenzproblem und den damit verbundenen Kosten - im Netz des
Geldinstitutes nicht gewährleistet wäre, über eine in JAVA geschriebene Emulation zur
Verfügung gestellt. Diese Emulation kann über das Netz des Geldinstitutes geladen werden
und entspricht der zukünftig vorgesehenen Orientierung an einer Browseroberfläche bei
dem Geldinstitut.
Das Herausragende dieser Lösung sind die günstigen Kosten,
verbunden mit der kurzfristigen Realisierungsmöglichkeit. Der Finanzdienstleister
verfügt nach dem Übergang auf die Standardsoftware nur noch über marginales
Systementwicklungs-Know-How, die Ressourcen des Geldinstituts wiederum sind durch die
Euro-Einführung und die Jahr-2000-Umstellungen gebunden. Eine Lösung auf Basis einer
konventionellen Host-Emulation hätte weitaus höhere Kosten verursacht und hätte
aufgrund von Kompatibilitätsproblemen wesentlich längeren Vorlauf erfordert und deutlich
mehr an Ressourcen gebunden, wodurch die Realisierung fraglich geworden wäre. Die
aktuelle Situation läßt eine Realisierung zu 20% derjenigen Kosten und in 25% derjenigen
Zeit, die vor 3 Jahren auf der Basis konventioneller Techniken geschätzt wurden,
realistisch erscheinen.
5.3.8 Beispiel Fa. Hitachi:
Hitachi implementierte 1997 mit 45 Tochtergesellschaften des
Geschäftsbereichs Elektronik und deren Kunden ein Extranet, TWX-21 betitelt. Die
Teilnehmer an diesem Netz müssen neben einer einmaligen Aufnahmegebühr in Höhe von US-$
400 monatliche Nutzungsgebühren bezahlen. Dafür können in diesem Netz Aufträge
plaziert, der Zahlungsverkehr kann über das Netz abgewickelt, technische Dokumentationen
ausgetauscht werden. Ca. 25% des monatlichen Auftragsvolumens in Höhe von 885 Mio. $
wurden nach kurzer Zeit über das Netz abgewickelt, was Hitachi veranlaßte, seit Herbst
1997 seine gesamten 2100 Firmen anzuschließen. Dieses Netz soll im asiatischen Raum
ausgeweitet werden und als elektronischer Marktplatz auch Dritten offenstehen. (GIGA
steps, Nr. 1/13 (März 1998):13f.)
Das Besondere an dieser Lösung ist eine Agenturfunktion, die
Hitachi übernimmt, indem es dieses Netz als elektronischen Marktplatz offeriert und damit
zum Diensteanbieter wird.
Ähnliche Lösungen werden aktuell von der Fa. PSINet Germany GmbH
sowie von Ecoinfobase Business Network als Extranetprovider in Deutschland errichtet.
Beide Firmen stellen erweiterte Sicherheitsmechanismen in den Mittelpunkt ihres Services.
Ecoinfobase beispielsweise verlangt von seinen Kunden einen Auszug aus dem Handelsregister
zwecks Legitimation. Die Gebühr für die Teilnahme an der geschlossenen Benutzergruppe
liegt bei 40 DM monatlich. Den Teilnehmern wird ein eigenentwickeltes Verfahren zur
Transaktionssicherung geboten, das nachträgliche Manipulationen bei Onlinegeschäften
verhindern soll. (IT. Services 5/98:57)
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6 Potentiale des Intranet
6.1 Die Neuorientierung der organisationalen
Informationsverarbeitung
Das Intranet stellt eine neue Qualität der organisationalen
Informationsverarbeitung dar. Die Gründe dafür liegen weniger in etwaigen technischen
Innovationen - die im Vergleich zum Internet eigentlich keine sind - sondern in der
Neuorientierung der organisationalen Informationsverarbeitung. Merkmale dieser
Neuorientierung sind
* die konsequente Ausrichtung an Standards sowie
* die Anerkennung der wachsenden Bedeutung von organisationaler
Wissens- und Informationsverarbeitung, besonders in ad-hoc-Kontexten.
Folgende Faktoren führen zur schnellen Verbreitung von
Intranet-Projekten:
- Softwareprodukte für zahlreiche Funktionen und Plattformen sind auf
dem Markt - oft preisgünstig - erhältlich; das gilt gleichermaßen für die
Browserlizenzen wie für Applikationen
- TCP/IP als Netzwerkprotokoll und darauf aufbauende Produkte sind für
alle Plattformen verfügbar
- Softwarelösungen sind wegen der zugrundeliegenden Standards
gleichermaßen plattformunabhängig wie skalierbar und ortsungebunden (d.h. ohne
Änderungen für LAN und WAN geeignet)
- JAVA-Anwendungen verheißen die Reduktion des Administrationsaufwands
für Unternehmensnetze (um bis zu ca. 80% gegenüber konventionellen PC-Netzen)
- Browsertechnik ist im Internetkontext in viele Organisationen
eingeführt und z.T. auch den Anwendern privat bekannt; sie ermöglicht eine weitere
Vereinheitlichung der Bedieneroberflächen und damit eine Reduzierung des
Schulungsaufwands.
- Das Konzept des Inter-/ Intranet ist stark an der Metapher der
Kommunikation orientiert; es fordert den aktiven Nutzer - und ist damit bruchlos in
moderne Managementkonzepte integrierbar
Die Universalität der Infrastrukturlösung Intranet bietet ein
breites Spektrum potentieller Optionen: Intranet-Projekte ermöglichen in kurzer Zeit
erfolgreiche Projekte (kurze Einführungszeit, schneller ROI [Return on Investment] etc.),
ohne Debatten über die Verträglichkeit mir Langfriststrategien zu evozieren. Das
Intranet verknüpft darüber hinaus kurzfristige mit langfristigen Strategien
(typischerweise: Standardisierung, Plattformunabhängigkeit, aber auch primär
ökonomische Ziele wie hohe Flexibilität). Intranets basieren auf Standards, die nicht
die Nachteile üblicher Standardisierungen in der IuK-Welt - lange Ankündigungszeiten,
späte Produkteinführung - haben. Berichte aus der Literatur und Untersuchungen von
DV-Analysten verheißen deutlich höhere ROI-Werte als konventionelle Techniken.
Amortisationszeiten von wenigen Wochen werden genannt, wobei der Hauptnutzen durch
gleichzeitige Business Process Reengineering-Maßnahmen hervorgerufen wird. Durchgängige
Informationsflüsse ohne Medienbrüche mit weniger Stationen gelten als wesentliche Quelle
der Einsparungen (ZLABINDER 1997:150)
Fazit: Man kann nicht dagegen sein!
Fassen wir diese Spotlights zusammen, bleibt festzuhalten, daß das
Intra- bzw. das Extranet als Technik für verschiedenste Einsatzfelder gesehen wird,
wenngleich es nicht unbedingt als universelle Technik gelten kann. Ansätze, die für eine
einzige Organisation die Technik von vornherein in ihrer Universalität - also
gleichermaßen für Transaktionsverarbeitung und interne Wissensbasen - nutzen wollen,
bleiben bisher offenbar die Ausnahme.
6.2 Verbreitungsprognosen
Veröffentliche Marktstudien weisen auf ein starkes Anwachsen der
Intranetnutzung hin. In einer im April 1998 veröffentlichten Untersuchung der in der
IuK-Branche bedeutenden Marktforschungsfirma IDC wird auf die Kopplung von Inter- mit
Intranet verwiesen. "Nach einer ersten Phase der Implementierung horizontaler
Unternehmenskommunikation mit E-Mail und Dateiservern erwarten die Forscher der IDC jetzt
zunehmend die Einbindung geschäftskritischer Anwendungen und dabei besonders von
Kontoführung, Kundenbetreuung und E-Commerce. Dem stünden allerdings in den Augen der
Verantwortlichen bislang besonders die mangelnden Sicherheitssysteme im Wege."
(Computer Zeitung Nr. 18/30.04.98:2)
Hinsichtlich der Substitution vorhandener Techniken und Standards
muß zwischen Inter- und Extranet differenziert werden. Im Bereich organisationsinterner
Netze werden Intranets und Browseroberflächen wachsende Bedeutung gerade in Zusammenhang
mit Groupwareprodukten (wie Lotus Notes) und Workflowprodukten (wie bspw. Staffware)
zukommen.
Die Prognosen hinsichtlich der Extranets sind in Hinblick auf die
Substitution von eMail und EDI nicht einheitlich. Die Gartner Group vermutet, daß
Extranets bis 2001 EDI und eMail in der Geschäftskommunikation ablösen werden, da sie
eine kostengünstigere Lösung darstellen und anwendungsneutral sind. Andere Studien
erwarten hingegen eine steigende Bedeutung von EDI. (IT.Services 5/98:57) In Hinblick auf
die Möglichkeiten automatisierter Abwicklungen im eCommerce-Bereich durch Datenstandards
erscheint die letztgenannte Prognose wahrscheinlicher. Über eine Browseroberfläche
lassen sich zwar Bestellungen eingeben und Auskünfte einholen, jedoch erschweren fehlende
Standards im Warenwirtschaftsbereich die Kopplung verschiedener Systeme.
Für die Durchsetzung von Extranets sind zudem Schwierigkeiten
aufgrund von Datenschutz- und -sicherheitsaspekten zu erwarten. Mit dem Internet Protocol
Security Standard (IPSEC) kann mittlerweile allerdings der gesamte Datenverkehr auf der
Netzwerk- und nicht nur auf der Applikationsseite komplett verschlüsselt werden.
Entsprechende Produkte sollen von den Herstellern von Netzwerkkomponenten kurzfristig auf
den Markt gebracht werden.
Wir gehen davon aus, daß bisherige Unklarheiten hinsichtlich
Transaktionsverarbeitungs- und Sicherheitsmechanismen die Akzeptanz der Internettechniken
in mission critical-Anwendungen noch erschweren, die Lösung dieser Probleme jedoch zum
endgültigen Durchbruch dieser Techniken führen wird.
Zur weiteren Durchdringung dürfte die Aufhebung der bisherigen 9,6
kbit/s-Übertragungsrate bei dem mobilen Einsatz mit GSM-Handys führen. Durch schnellere
DFÜ-Möglichkeiten ist die mobile Intranet-/Extranet-Kopplung (bspw. Ersatzteilbestellung
durch Wartungsmitarbeiter im Außendienst, Dateneingabe bei Kunden durch
Versicherungsagenten) sinnvoll möglich.
Weitere Nutzungspotentiale werden durch voice over IP und VPN
erschlossen werden. Hier tritt dann weniger der tatsächliche Dienste- als denn der
potentielle Infrastrukturnutzen in den Vordergrund.
6.3 Alter Wein in neuen Schläuchen?
Aufgrund der Übertragung bekannter und bewährter Technik des
Internet in den Rahmen - ebenfalls bereits gängiger - lokaler Netzwerke kann sich der
Eindruck ergeben, daß das Intranet "alter Wein in neuen Schläuchen" sei.
Ein Perspektivenwechsel lohnt sich allerdings: Betrachtet man die
Übertragung der aus der externen Kommunikation bekannten Internet-Techniken und
-Anwendungen in das organisationsinterne Umfeld als etwas neues, so ergibt sich ein
Innovationspotential, das von außen in die Organisation dringt:
* Die Standardisierung der Techniken und Datenformate reduziert den
Aufwand, Kooperation technisch zu unterstützen. Probleme organisatorischer Netzwerke
werden nicht mehr durch (vorgehaltene oder tatsächliche) Probleme technischer Netzwerke
überlagert.
* Im Intranet werden Formen der Informationsrepräsentation
verwendet, die aus dem Internet bekannt sind. Die Verweisstruktur von Informationen
ermöglicht eine stärkere ad-hoc-Nutzung von organisatorischem Wissen, auch partiell
unabhängig von Hierarchien. Flexibilität und Selbstorganisation können gesteigert, aber
in der Konsequenz dessen auch eingefordert werden. Information ist nicht mehr nur
"Bringschuld" des Managements sondern auch "Holschuld" der
Mitarbeiter. Gleichzeitig wird die Bereitstellung von Wissen durch Angehörige einer
Organisation Merkmal ihrer Arbeit und ggf. Kriterium ihrer Beurteilung: Was trägt der
jeweilige Mitarbeiter zum gesamten "Informationswert" einer Organisation bei?
* Die Nutzung identischer Oberflächen bei Inter- und Intranet
läßt allmählich die Grenzen zwischen der Innen- und der Außenwelt einer Organisation
verschwimmen. Die Informationschancen in der Innenwelt einer Organisation müssen - um
Akzeptanz der Organisation bei ihren Angehörigen zu sichern - mindestens ebensogut
erfahrbar sein und ebenso transparent erscheinen wie die Informationsmöglichkeiten in der
Außenwelt.
* Die Grenze zwischen Inter- und Intranet wird technisch
letztendlich durch die Zugangsberechtigung gesteuert. Das bedeutet, daß
"Grenzverschiebungen" einfach möglich sind. Die Kategorien "Außen"
und "Innen" können so beispielsweise in größeren oder vernetzten
Organisationen abgestuft als Kontinuum erscheinen. Änderungen der Organisationsform sind
bei gleicher Funktionalität ohne technische Probleme kurzfristig realisierbar.
* Die konsequente Ausrichtung an der technischen Standardisierung,
verbunden mit der großen Verfügbarkeit von (insbesondere plattformunabhängigen)
Internet-/Intranet-Produkten beschleunigt die Möglichkeiten der organisationalen
Datenverarbeitung in einem höheren Maße als vorherige Techniken. Damit steigen die
Anforderungen und Erwartungen an die Akteure aus Organisations- und EDV-Abteilungen.
Implementierungsprozesse werden sich jedoch - teilweise drastisch - verkürzen, Anwender
und Betreuer werden sich auf kürzere Änderungszyklen einstellen müssen. (Die
"Manager-Folklore" spricht hier vom "Internet-Jahr", das sieben
konventionellen Jahren in der EDV-Entwicklung entspricht.)
Die universelle technische Verfügbarkeit des Intranet wird die hier
skizzierten Prozesse beschleunigen; das Intranet wirkt damit als eine Art Katalysator.
Diese Beschleunigung hat das Potential zu einem "organisationstechnischen
Quantensprung". Insofern lassen sich im Intranet massive Ansätze zu einer
Veränderung bekannter Informationsstrukturen auf der Basis bekannter Techniken finden:
eben auch ein Paradigmawechsel und "neuer Wein in alten Schläuchen".
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7 Literaturhinweise
Computerwoche [CW] 3/98
Computer Zeitung Nr. 18/30.04.98
GIGA steps, Nr. 1/13 (März 1998)
HÖLLER, J. et al. (Hg.): Internet und Intranet. Betriebliche
Anwendungen und Auswirkungen. Berlin/ Heidelberg/ New York: Springer 1997
industrieMANAGEMENT 1/98
Information Week 5/1998
IT.Services 5/98
KLUTE, Rainer: Alles sicher. IP-Verschlüsselung mit SKIP. In: iX
6/1998:134ff.
KLABUNDE/ BOROWSKY/ SCHEER: Integration von Produktentwicklung und
Prozeßplanung via Intranettechnologien. In: Industrie Management 14 (1998)1:19ff.
MARTIUS, Kai: Krypto-Protokolle. Pakteschutz. In: iX 6/1998:124ff.
MITTENDORFER, Johann: Internet und Intranet im Tourismus; In:
HÖLLER et al. 1997:89ff
notes magazin 2/98, S.34ff.
PC-NETZE 12/1996
WARNECKE/ STAMMWITZ/ HALLFELL: Intranets als Plattform für
Groupware-Anwendungen; in: Industrie Management 14 (1998) 1:24ff.
ZLABINDER, Robert: Intranetanwendungen im Einkauf; in: HÖLLER et
al. 1997:147ff.
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letzte Bearbeitung: 22.10.09
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