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Laterales Denken

Edward de Bono (1970) definiert laterales Denken als Spielart der => Kreativität, die im Unterschied zum vertikalen Denken in der Lage ist, seine Richtung zu ändern. L. D. weist folgende Merkmale auf:

  • „Richness“ statt „Rightness“: Betonung der Reichhaltigkeit, des kreativen Überschusses gegenüber der logischen Folgerichtigkeit des Denkens.

  • „generative“ statt „selective“: kreative Vermehrung statt selektiver Einschränkung der Denkalternativen.

  • Permanente Neubestimmung der Richtung des Denkens statt Bewegung des Denkens in eine einzige Richtung

  • Provokation statt Analyse

  • Kreative Sprünge und Seitwärtsbewegungen statt sequentieller Abfolge der Denkschritte

  • (Vorübergehender) Verzicht auf Richtigkeit („correctness“) des Denkens statt ständiger Vergewisserung hinsichtlich der Korrektheit und Logizität des Denkens

  • Öffnung statt Abblocken von Seitenwegen

  • Nutzung jeder Ablenkungsmöglichkeit statt Konzentation und Ausschluss (scheinbar) irrelevanter Faktoren oder logisch falscher Denkschritte

  • Verzicht auf Fixierung von Begriffen, Kategorien und Klassifikationen

  • Nutzung auch abgelegenster, unwahrscheinlicher Denkpfade

  • Denken als probabilistischer, infiniter Prozess

  • in der Konsequenz also ein „Repatterning“ des Denkens

L. D. hat nach de Bono sehr viel mit Humor zu tun, der es ermöglicht, aus dem konzeptuellen Gefängnis der alten Ideen auszubrechen.

 

Literatur: E. de Bono: Lateral Thinking: Creativity Step by Step. Harper & Row, New York 1970 (40. Aufl. 1998)

Trainingsmethoden: siehe z.B. www.sixhats.com.

 

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letzte Bearbeitung: 22.10.09