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Organisationsgedächtnis

Mit "organisatorischem Gedächtnis" ist die Gesamtheit des aktivierbaren Wissens innerhalb einer Organisation gemeint. Dies schließt das Wissen der Mitarbeiter ebenso ein wie Bücher oder gespeicherte Dateien. Duncan und Weiss definierten (1979) die "Organizational Knowledge Base" als Gesamtheit des kooperativ vermittelten Wissens und Könnens innerhalb einer Organisation". Hedberg führte 1981 erstmals den Begriff des "Organizational Memory" ein und formulierte, dass das Organizational Memory die kognitiven Strukturen der Informationsverarbeitungsprozesse der gesamten Organisation fixiert, wobei die Informationsverarbeitung im vorwiegend nicht-technischen Sinne verstanden wird. 
Walsh und Ungson gingen 1991 von einem instrumentell geprägten Verständnis der Handlungsunterstützung aus: 
Das Organisationsgedächtnis wird definiert als "stored information from an organization history that can be brought to hear on present decisions". 
Schatz generalisierte diese Definition 1991/1992: 
"Organizational Memory provides information that enables an organization to function effectively." 
Stein erweiterte diese Definition noch ein weiteres Mal 1995. Er kam zu der Schlußfolgerung, daß der Einfluß des Organizational Memory sowohl positiv als 
auch negativ sein kann: "Organizational Memory is the means by which knowledge from the past is brought to hear on present activities, thus resulting in higher or lower levels of organizational effectiveness." 
Strukturttheorien machen Aussagen über den Aufbau des Organisatorischen Gedächtnisses und die Struktur seiner Inhalte. Prozess- und Funktionstheorien beschäftigen sich mit den Arbeitsweisen und Funktionen, der Entwicklung oder einzelnen Leistungen des Gedächtnisses. 

Hans-Jürgen Weißbach


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letzte Bearbeitung: 22.10.09