|
Aktivierendes
Ideen-Management (AIM) ist ein Verfahren, das sowohl auf der strategischen
wie auf der operativen Ebene - sowohl zur Überprüfung und (Neu-)Formulierung von
strategischen Organisationszielen als auch zur Steigerung der operativen Effizienz -
angewandt werden kann.
Das operative AIM findet in kleinen, möglichst
homogenen, nicht abteilungsübergreifenden Gruppen (ohne Führungskräfte) statt. Im
Unterschied zum klassischen (-> geplanter Verweis) betrieblichen Vorschlagswesen
steht die Effektivierung der eigenen Arbeit im Vordergrund des AIM. Die Ziele der
Arbeit werden von der Gruppe selbst definiert und über 5-6 Sitzungen hinweg verfolgt. Die
Moderatoren dürfen nicht zugleich Vorgesetzte sein.
Es müssen geeignete Anreizsysteme zur Verfügung stehen, um die oft
recht engen Beschränkungen des betrieblichen Vorschlagswesens (z.B. die Prämierung nur
von Vorschlägen, die nicht den eigenen Aufgabenbereich betreffen) zu überwinden
und eine nachhaltige Wirkung zu erzielen. Die AIM-Gruppen sind selbst - in bestimmten
Grenzen - für die Implementation der von ihnen entwickelten Vorschläge zuständig. Ihre
Arbeitsergebnisse sind grundsätzlich nicht der Begutachtung durch Vorgesetzte oder einen
speziellen Ausschuß unterworfen (kleiner Regelkreis). Die Vorschläge dürfen
daher nicht die Ebene übergeordneter oder gar strategischer Ziele betreffen, weil hierzu
die Mitarbeiter der Vorgesetzten und die Koordination an der Unternehmensspitze
erforderlich wäre. Ebenso dürfen sie nicht die Kooperation zwischen verschiedenen
Abteilungen betreffen. Hierzu ist ein übergeordneter großer Regelkreis - z.B.
aus MitarbeiterInnen lokaler AIM-Zirkel aufzubauen, der auch die Vorgesetzten der
betroffenen Abteilungen einbezieht.
Das strategische AIM vereint MitarbeiterInnen verschiedener
hierarchischer Ebenen unter Einbeziehung des Top-Managements. Hier geht es um die
Anpassung und ggf. um die Neuformulierung strategischer Ziele. Die Erfahrungen der
operativen AIM-Zirkel sollten in der strategischen AIM-Arbeit Berücksichtigung finden wie
auch umgekehrt die Ergebnisse der strategischen AIM-Arbeit in die operative Ebene
einfließen soll.
Anwendungssituationen: Aktivierung von
Mitarbeiterpotentialen bei Effizienzmängeln - insbesonder auch bei Versagen des
betrieblichen Vorschlagswesens - zwecks Effektivierung der Arbeitsroutinen und der
Kommunikationsabläufe; Entwicklung neuer Routinen und Kommunikationsformen; ggf.
Anpassung strategischer Ziele.
Zahl der Teilnehmer: 6-9
Tagungsfrequenz: ca. 1-2x/Monat
Zahl der Sitzungen insgesamt: 5-6
Dauer der Sitzungen: 1-2 Std.
Moderation: durch zu Moderatoren ausgebildete Mitarbeiter, keinesfalls durch
Führungskräfte
letzte Bearbeitung: 22.10.09
|