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Die Denkwerkstatt ist ein Instrument, das eng mit der Einführung von Gruppenarbeit in der Produktion verbunden ist. Es handelt sich um einen gegen Lärm abgeschirmten, jedoch möglichst gut erreichbaren Ort der Kommunikation, in dem Pinwände, Packpapier, Karten usw. sowie Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen. Hier können aus den Produktionsteams heraus spontan Anregungen entweder

  • als Verbesserungsvorschläge (im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens, des KVP- oder AIM-Prozesses) oder
  • als Themen bzw. Tagesordnungspunkte für die nächsten Team- oder Gruppensitzungen festgehalten werden (Funktion als allgemeiner Ideenspeicher und zur Vorstrukturierung der Sitzungen).

Alles was den MitarbeiterInnen im Laufe der Woche einfällt, kann so notiert oder visualisiert werden.

Es empfiehlt sich, für jede Gruppe eine Denkwerkstatt einzurichten. Die Bearbeitung der Vorschläge oder Tagesordnungspunkte findet statt entweder

  • im Rahmen von speziellen Denkwerkstatt-Gruppensitzungen oder
  • im Rahmen der normalen Sitzungen der Produktionsteams.

In beiden Fällen werden die Vorschläge bzw. Themen diskutiert und durch Ranking im Team auf die Tagesordnung gesetzt, bewertet bzw. priorisiert. Es sollten nicht mehr als 2-3 Themen pro Sitzung diskutiert werden. Auch Lösungswege werden diskutiert, bewertet und festgehalten.

Anwendungssituationen: bei Gruppenarbeit in der Produktion. Hauptziel der Denkwerkstatt ist es, eine zeitnahe und transparente Behandlung von Verbesserungsvorschlägen bzw. dringlichen Themen sicherzustellen und Frustrationen über lange Bearbeitungswege zu vermeiden. Das System funktioniert natürlich nur dann im Rahmen des Vorschlagswesens bzw. des KVP, wenn eine Prämierung auf Gruppenebene erfolgt.
Zahl der Teilnehmer: alle Mitglieder eines Teams/einer Gruppe
Tagungsfrequenz: wöchentlich
Dauer der Sitzungen: 1 Std.
Moderation: durch geschulte Moderatoren (mindestens 5 % der Belegschaft sollte geschult werden)

letzte Bearbeitung: 22.10.09