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Modell und Simulation

Im Gegensatz zum (objektorientierten) Modell ist die Simulation prozess- und benutzerorientiert; sie demonstriert die Verhaltensweisen eines Objekts in prozesshafter Form, d.h. sie "argumentiert" z.B. visuell - im Unterschied zum statischen Modell, das keine Spuren seiner Entstehung oder Nutzung trägt. Damit schließt die Simulation die Lücken zwischen der technisch-wissenschaftlichen Praxis und der anschaulichen Lebenswelt, zwischen Information und Sinnlichkeit, die allein mit sprachlichen Mitteln nicht mehr geschlossen werden kann. Simulation ist somit ein Instrument der Verdichtung von großen Informationsmengen mit visuellen Mitteln.

Simulation kann dank ihres prozesshaften Charakters auch komplexe Sachverhalte bearbeitbar machen und dynamische Umwelten abbilden – im Gegensatz zum statischen Modell, das auf bestimmten Grundannahmen beruht, die nicht veränderbar sind. Darüber hinaus sind beim Modell Start- und Zielbeschreibung vergleichsweise gut definiert, es geht also "lediglich" um die Schließung der Lücke, während die Simulation größere Unsicherheiten hinsichtlich der Ziele und Wege zur Erreichung impliziert.

Simulation wie auch Modell können jeweils nur einen betrachterabhängigen Ausschnitt von Realität darstellen: entweder als bewußte Strategie der Reduktion durch Ausschluss bestimmter Umweltfaktoren (s. Problemlösen) oder aber aufgrund der Begrenztheit der menschlichen wie maschinellen Kapazitäten.

letzte Bearbeitung: 22.10.09