Lernstatt
Eine «alte» Technik des Wissensmanagements, sehr
voraussetzungsarm (bis auf das notwendige Moderatorentraining) und damit
sehr gut für KMU geeignet.
Problem:
Ein Familienunternehmen wächst, der Umsatz steigt, neue Mitarbeiter und
Führungskräfte werden eingestellt, es wird neu gebaut, der «Patriarch»
will seine Rolle an einen Geschäftsführer abgeben. Gewachsene Arbeits- und
Führungsstrukturen werden aufgebrochen, neue Kontroll- und
Qalitätsmanagementmethoden eingeführt. Die Übersicht der Mitarbeiter
über die Prozesse im Unternehmen ist verloren gegangen.
Lösungsansatz:
Es werden themenorientierte Arbeitsgruppen entsprechend dem gewachsenen
Lernbedarf der Teilnehmer gebildet (z.B. Koordination der steigenden
Anlieferungen per LKW, Reorganisation des Formularwesens, Verbesserung der
Zusammenarbeit im Versandlager). Die Zusammenarbeit in den verschiedenen
Gruppen wird koordiniert und inhaltlich vorstrukturiert. Moderatoren werden
ausgebildet und betreuen die Arbeit. Die Mitarbeiter beteiligen sich als
Experten ihrer eigenen Arbeit, sie sind nicht Objekte einer Reorganisation.
Ergebnisse:
Die Gruppenteilnehmer lernen die neuen Arbeitsinhalte und ihre eigene
Rolle im Gesamtprzess besser verstehen. Die Kommunikation verbessert sich,
es wird Interesse geweckt, die Problemlösungsfähigkeit wächst.
Vorgesetzte entwickeln Verständnis für die Bedeutung der arbeit der
Einzelnen und lernen die Mitarbeiter besser kennen.
Literatur: D. Dunkel (Hg.): Lernstatt – Modelle und
Aktivitäten deutscher Unternehmen. Köln : Deutscher Institutsverlag,
1985/86